
Liebling, ich zieh ein
Was passiert, wenn Mann und Lebensgefährtin zusammenziehen möchten und sich plötzlich die Schatten der Vergangenheit auftun? Robert Sachte, erfolgreicher Schriftsteller lebt unvermutet mit drei Frauen zusammen, die ihn und sich untereinander ganz schön ins Schwitzen bringen. Eine turbulent verrückt witzige Debatte über „Zusammenleben heute“.
Früher habe ich Medizin studiert, heute studiere ich Wahnsinn..., Ruth Winter

Monteverdi-Trilogie
Zum Auftakt seiner Intendanz an der Komischen Oper inszenierte Barrie Kosky die drei Monteverdi-Opern Orpheus, Odysseus und Poppea in einer neuen musikalischen Bearbeitung von Elena Kats-Chernin. S.F. Wolf verfasste die deutsche Textfassung von Orpheus und Poppea, gemeinsam mit Ulrich Lenz entstand der Text zu Odysseus. Die gefeierte Uraufführung - ein 11Stunden Event - fand im September 2012 statt. 3sat-Aufzeichnung.

Poros, Oper von Georg Friedrich Händel
Libretto nach dem dramma per musica Alessandro nell'Indie von Pietro Metastasio
Nachdichtung aus dem Italienischen von Susanne Felicitas Wolf
Speziell für die Inszenierung von Harry Kupfer entstand diese neue Textfassung; Premiere: 16. 3. 2019, Komische Oper Berlin
Indien zu Beginn des 18. Jahrhunderts: Zwei Welten prallen aufeinander! Im Auftrag der englischen Krone ist der Offizier Alexander auf langer Eroberungsfahrt in Richtung des Subkontinents, als Vorhut der britischen Kolonisierung will er den indischen König Poros niederringen. Mit dem Auftauchen Mahamayas, einer schönen und von allen Männern begehrten Königin im indischen Reich, entwickelt sich das Treffen der völlig verschiedenen Kulturen zu einem Kampf, den nur gewinnen kann, wer das Handwerk des Krieges ebenso beherrscht wie die Künste von Verstellung und Verführung, bis zuletzt Poros’ Mut eine überraschende Wendung mit sich bringt und Liebe und gegenseitige Anerkennung utopische Triumphe feiern...

Solo und jetzt?, Klassenzimmerstück
von Betsy Dentzer/Tobias Ribitzki/SFWolf,
Regie: Tobias Ribitzki, Auftragswerk Philharmonie Luxemburg, UA 2021.
Eine sehr seltsame Lehrerin und ein ängstlicher Orchestermusiker (Hornist) prallen aufeinander…
Ein packendes, interaktives Stück zum Thema „Selbstbewusstsein“; unterhaltsame Musik-Instrumenten-Vermittlung.

Wut tut gut - Beethovens Feuerwelten
Auftragswerk Jeunesse Wien
Die Wutsammlerin - eine überaus wichtige, machtvolle Person heizt einem verzagten Klavier-Trio ordentlich ein, indem sie die Künstlerinnen an Beethovens Feuer erinnert und ihnen Mut einflösst.
Ein liebenswürdig zauberhafter Beitrag zum Beethoven-Jahr 2020 im Auftrag der Jeunesse

Poppea
Nach Monteverdi, deutsche Fassung, Regie: Barrie Kosky, Schauspielhaus Wien.
Die Inszenierung, die - so Barrie Koskys Idee -, ausgewählte Cole Porter-Songs auf Monteverdis Opernstoff prallen lässt, war ein Publikumshit am Schauspielhaus Wien in der Saison 2003/04. Die Aufführung mit einem brillanten Ensemble: Melita Jurisic, Beatrice Frey, Ruth Brauer, Barbara Spitz, Kyrre Kvam, Martin Niedermair, Florian Carove, musikalische Leitung: Barrie Kosky, gastierte 2004 am Berliner Ensemble, beim Edinburgh Festival 2007 und 2009 an der Sydney Opera. Die deutsche Fassung folgt größten Teils der Reimversion des Originals.

Der geheimnisvolle Zauberladen
Zwei-teiliges Schauspiel integriert in Konzertmusik von Paul Dukas und Ottorini Respighi, Auftragswerk Philharmonie Luxemburg
Ein starrköpfiger Zauberlehrling, namens Gaston Koch soll nach dem Willen seines Zaubermeisters das Orchesterpodium reinigen. Aber seine Besen lachen den Streuselkopf aus und küren ihn zum schlechtesten Zauberlehrling aller Zeiten. Na, warte, das kann Gaston nicht auf sich sitzen lassen, er wird diesen Besen beweisen, dass er ein famoser Zauberkünstler ist und blättert in seinem Zauberheftchen.

Levaluna
nach einem ladinischen Märchen, Komposition Bartolo Musil,
Libretto SFWolf, zur UA frei
Ein spannendes Märchen fokussiert auf subtile Weise die aktuellen Themen Machtmißbrauch, Maßlosigkeit und Umwelt-Zerstörung.

Schneeweißchen und Rosenrot
Komposition Oliver Ostermann, Libretto SFWolf, zur UA frei
5 Sänger*innen, Kammerensemble
Das berühmte Grimmsche Märchen in poesievoll witziger Kammerversion neu gedeutet.

Kiss me, Kate
Neuübersetzung, Regie: Barrie Kosky, Komische Oper Berlin, 2008
Mit Dagmar Manzel als Kate/Lilli Vanessi, Roger Smeets als Fred Graham/Petruchio, Danny Costello als Bill, Sigalit Feig als Bianca u. a. wurde diese Produktion, in der Regie von Barrie Kosky, (Musikalische Leitung: Koen Schoots, Choreographie: Otto Pichler, Bühne: Klaus Grünberg, Kostüme: Alfred Mayrhofer), nach einer umjubelten Premiere ein großer Aufführungserfolg in Berlin und erhielt 2009 den Publikumspreis der Berliner Theatergemeinde. 3sat zeichnete die Premiere auf. Die Produktion war von Dezember 2009 bis Frühsommer 2010 an der Kölner Oper zu sehen. Die neue Textfassung wurde mehrfach nachgespielt u. a. Landestheater Salzburg, (Regie: Andreas Gergen, Christian Struppeck), Rechte: Felix Bloch Erben, Berlin.

Le Passé
Der subtile, packend erzählte Beziehungsthriller von Ausland-Oscar-Preisträger Asghar Farhadi - eine abgründige Suche nach Wahrheit - liegt seit Sommer 2014 in einer poetischen und kraftvollen Bühnenversion vor - ein Film behutsam und spannend - mit reizvollen epischen Brüchen - fürs Theater gewandelt. Die erfolgreiche Uraufführung fand am 12. Februar 2015 (Regie: Patrick Schlösser) am Schauspielhaus Graz statt.

Die Päpstin nach dem Roman von Donna W. Cross
Die Dramatisierung folgt sehr eng der Originalvorlage ("Pope Joan/Die Päpstin") und erzählt in - teils kurzen filmischen Szenen - eindringlich, berührend und mit leisem Humor die Geschichte einer legendären, beherzten Frau: Johanna von Ingelheim, die ihre Lebensziele nur als Mann maskiert umsetzen kann. Zwar führt ihr Lebensweg sie steil nach oben, bis zum Papstamt, doch für ihren Wissendrang und ihre (Herzens)-Wahrheit bezahlt Johanna mit ihrem Leben. Das Stück fängt auf packend unterhaltsame Weise aktuelle Themen ein: ob Frauenrecht oder Spiritualität, ob Glaubensverständnis oder kirchliche Identität, Machtwahn oder soziales Bewusstsein. Alles in allem ist dieses Stück jedoch eine Auseinandersetzung mit dem Thema Liebe: der menschlichen, irdischen und jener "höheren" allumfassenden, spirituellen Form...

Pope Joan nach dem Roman von Donna W. Cross
Die Päpstin nach dem Bestseller-Roman von Donna W. Cross
Die Dramatisierung folgt sehr eng der Originalvorlage ("Pope Joan/Die Päpstin") und erzählt in - teils kurzen filmischen Szenen - eindringlich, berührend und mit leisem Humor die Geschichte einer legendären, beherzten Frau: Johanna von Ingelheim, die ihre Lebensziele nur als Mann maskiert umsetzen kann. Zwar führt ihr Lebensweg sie steil nach oben, bis zum Papstamt, doch für ihren Wissendrang und ihre (Herzens)-Wahrheit bezahlt Johanna mit ihrem Leben.

Krieg und Frieden
In filmisch dichten Szenen und mit dynamischem Tempo wurde die „Essenz“ von Tolstois Meisterwerk für die Bühne aufbereitet: mitreißend, berührend, poetisch, zärtlich und mit feinem Humor. Kaleidoskopartig enthüllt sich die „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“: Während die Einen im privaten Rahmen feiern, lieben und leiden, verbluten die Anderen im Gemetzel sinnloser Kriegsuntaten.

Richard Wager - Der Kunstmensch
Theatersolo. Eine Collage aus Originalzitaten mit behutsam dazu geschriebenen Materialien.
Richard Wagner 1883, in Venedig, wenige Stunden vor seinem Tod. Er versucht, noch einmal zu komponieren. Über diesem - letztlich vergeblichen Versuch, strudelt er sich tief hinein in eine Innenschau, in seinen persönlichen Kampf als Komponist, seinen lodernden Antisemitismus und Erinnerungen, Hoffnungen an und auf große Lieben…
Das packende Ein-Personen-Stück mit Rainer Frieb in der Titelrolle wurde 1998 im Herbert-von-Karajan-Centrum uraufgeführt und vom Österr. Bundesministerium mit einer Aufführungsprämie ausgezeichnet.

Antonin Artaud - Chaos
Solo. STÜCK-Collage.
Aus bewusst gesetzten und gewählten Originalzitaten des französischen Multitalents, Ausnahmekünstlers, Theatervisionärs und Extremisten Antonin Artaud entstand ein eindringliches, erschütterndes Monodrama, ein außerordentliches Psychogramm, eine subtil gezeichnete Biographie, durch die sich als eine Art roter Faden Artauds Briefe an Genica Athanasiou ziehen: Sie dokumentieren sensibel die Zunahme psychischer Ausnahmezustände und verankern zeitliche und persönliche Befindlichkeiten und Gegebenheiten.

Wolfgang Neuss - Mich seht ihr ungebeugt
Solo. STÜCK-Collage.
Nach der Idee von Ludwig Kaschke collagierte Susanne Felicitas Wolf aus Originalzitaten und behutsam dazu gefügtem fiktivem Textmaterial ein loderndes Lebensbild des legendären Berliner Kabarettisten und Satirikers. Es entstand ein packendes, berührendes, aufrüttelndes Solo, das zum Gedenken des ersten Todestages von Wolfgang Neuss im September 1990 in Wien - Theater im Konzerthaus mit Thomas Stolzeti (WNeuss) und Toni Burger (Musik) zur Uraufführung (Regie: L. Kaschke/SFWolf) kam. Die Produktion gastierte im Stuttgarter Renitenztheater, 1991.

Die Schattenkaiserin
Basierend auf der Original-Biographie von Bianca Maria Sforza, der zweiten Ehefrau Kaiser Maximilians I. entstand ein besonderes Historienmusical, das auf sensible Weise, spannend und berührend eine erschütternde Vita nachzeichnet. Geboren in Mailand wird Bianca Maria Sforza von ihrem Machtfokussierten Onkel Ludovico für eine immens hohe Mitgift mit dem deutschen König Maximilian verheiratet. Aus großen Hoffnungen wird große Qual – eine Frau zerrieben in den Mechanismen männlicher Politik…

Egon Schiele - Der Selbstseher
Solo. Eine Collage. Aus Originalzitaten Schieles, seiner Zeitgenossen und dezent zugefügtem fiktiven Material entstand der Monolog Der Selbstseher benannt nach den gleichnamigen Gemälden des berühmten österreichischen Malers: Eine subtil erzählte Biographie und Selbst"Durchleuchtung". Der österreichische Schauspieler Ottokar Lehrner war der Selbstseher der Uraufführung des Monologs.

Hölderin - Das Kind oder die innere Revolution
Das Stück - eine Collage aus Originalzitaten - zeichnet die tragische Vita des Ausnahme-Dichters Friedrich Hölderlins nach. In Reibung mit seinen großen Vorbildern Goethe und Schiller, die ihn nicht wirklich fördern, eher blasiert behindern, verstrickt sich der Künstler in seiner Tätigkeit als Hauslehrer zuletzt in die legendär tragische Liebesgeschichte mit Suzette Gontard, der Ehefrau seines Arbeitgebers, die mit Hölderlins Entlassung und qualvollstem Liebesleiden endet. Als die Gontard überraschend stirbt, verliert der Dichter den Verstand und verbringt die letzte Zeit seines Lebens isoliert, zurückgezogen als Pflegling eines Schreinermeisters in einem Turmzimmer in Tübingen. Das Stück verdichtet und behauptet im Kammerspielformat eindringlich die Vita Hölderlins und enthüllt ein lebendiges Psychogramm des Dichters, der mit seinen Visionen und Passionen zu Lebzeiten zu scheitern scheint.